Schulranzenspende 2026
Gemeinsam Freude schenken: Schulranzen aus der Region geben Kindern in der Ukraine einen guten Schulstart
Ein voller Kofferraum, viele bunte Ranzen – und ganz viel Freude auf der anderen Seite: In Eppelheim und Umgebung ist in diesem Sommer wieder eine besondere Spendenaktion zu Ende gegangen. Gut erhaltene Schulranzen, Rucksäcke, Turnbeutel und Schulmaterialien wurden gesammelt, um Kindern in der Ukraine einen guten Start ins neue Schuljahr zu ermöglichen – in Zusammenarbeit mit unserem 1. Vorsitzenden Klaus Kepert und dem Förderverein der Theodor-Heuss-Schule (THS) Eppelheim.
Die Idee: Helfen statt wegwerfen
Die Aktion geht zurück auf die Initiative von Yvonne Eisler-Lehmann, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins der THS. Als ihr ältestes Kind 2024 auf eine weiterführende Schule wechselte, stellte sich die dreifache Mutter eine einfache Frage: Was passiert eigentlich mit den gut erhaltenen Schulranzen, wenn die Grundschulzeit vorbei ist? Die meisten Kinder bekommen zum Schulwechsel einen neuen Ranzen geschenkt – der alte ist dabei oft noch lange nicht am Ende seiner Lebenszeit.
„In der Regel sind die alten Ranzen noch gut erhalten und bereit für weitere Schuljahre“, sagt Eisler-Lehmann. Ihr Motto: helfen statt wegwerfen. Über eine befreundete Mutter kam sie mit Laura Hassel in Kontakt, die bereits private Sammelaktionen für unseren Verein organisiert hatte – und die wiederum stellte den Kontakt zu unserem 1. Vorsitzenden Klaus Kepert her. Seither läuft die Sammelaktion unter dem Motto „Gemeinsam Freude schenken“ – 2026 bereits zum dritten Mal in Folge.
Von der Region bis in die Ukraine
Klaus Kepert leistet seit Jahren humanitäre Hilfe und fährt regelmäßig mit Sachspenden und Hilfsgütern in die Ukraine, unter anderem in die rund 80 Kilometer östlich von Lwiw gelegene Stadt Brody. Von dort werden die gespendeten Schultaschen an Familien verteilt, die vielfach selbst aus dem Osten der Ukraine geflohen sind. In Mykolajiw unterstützen ukrainische Reservisten die Verteilung, und auch ein Waisenhaus in Schowkwa, das 174 bedürftige und teils behinderte Kinder betreut, wird mit Schulranzen bedacht.
„Ein alter Schulranzen kann dort für ein Kind ein großes Geschenk sein“, sagt Eisler-Lehmann. Viele Familien in der Ukraine sind durch den Krieg von wenig Geld betroffen, manche Kinder haben durch den Krieg ihre Eltern verloren. Ein gut gefüllter Ranzen zum Schulanfang ist für sie oft mehr als nur ein praktischer Gegenstand – er ist ein Zeichen, dass jemand an sie denkt.
Immer mehr Schulen machen mit
In den vergangenen beiden Jahren sind allein über die THS Eppelheim mehr als 30 Schulranzen und Rucksäcke zusammengekommen. 2026 hat Eisler-Lehmann den Kreis der Mitwirkenden deutlich erweitert: Als neue Partner sind das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, alle Eppelheimer Kindergärten und Kindertagesstätten, die Stephen-Hawking-Schule in Neckargemünd sowie die Pestalozzi-Schule in der Heidelberger Weststadt dazugekommen. Rektorin Judith Herden unterstützt die Aktion an der THS zudem mit einem eigenen Raum, in dem die gespendeten Ranzen, Rucksäcke und Materialien bis zur Abholung zwischengelagert werden.
Bevor die Spenden ihren Weg in die Ukraine antreten, wird an der Schule noch einmal Hand angelegt: Wo nötig, werden die Ranzen gereinigt und einheitlich mit Mäppchen, Stiften, Heften und weiteren Schulmaterialien bestückt.
Vom Wohnzimmer in den Transporter
Wie viel an einer solchen Aktion hängt, zeigen die Bilder der jüngsten Übergabe: In einem privaten Wohnzimmer stapeln sich Dutzende bunte Schulranzen und Ranzen für Kindergartenkinder, bevor sie fein säuberlich in unseren Transporter mit der Aufschrift „Humanitäre Hilfe – Гуманітарна допомога“ verladen werden. Klaus Kepert holt die Spenden persönlich ab und bringt sie auf den Weg in die Ukraine.
Auch andernorts ziehen junge Menschen mit: Vor einem Gymnasium in der Region übergaben Schülerinnen und Schüler ihre ausgedienten Ranzen für den guten Zweck – ein kleiner Moment mit großer Wirkung für ein Kind, das im Herbst mit einem eigenen Schulranzen zur Schule gehen kann.
Ein herzliches Dankeschön an Yvonne Eisler-Lehmann und den Förderverein der Theodor-Heuss-Schule, an Rektorin Judith Herden, an alle teilnehmenden Schulen und Kindergärten sowie an alle Familien, die ihre Ranzen gespendet haben!
*Fotos: ProVision Nothilfe e.V.*







